Barlach-Kollwitz-Ausstellung 2010

Ernst Barlach im Ratzeburger Dom – das ist wie Eulen nach Athen tragen. Die Eule ist ja bekanntlich das Wappentier der griechischen Hauptstadt. Sie ist in der Stadt zu Hause. So wie Ernst Barlach in Ratzeburg. Wir können ihn täglich besuchen, im Museum neben der Petri-Kirche oder im Klosterinnenhof. Und natürlich auf dem Friedhof in der Seedorfer Straße. Warum also diese Ausstellung? Ernst Barlach im Ratzeburger Dom – Über die Grenzen der Existenz. Ich freue mich sehr über diese Ausstellung, die in mehrfacher Hinsicht Grenzen überschreitet. Sie öffnet die Kirche für die Kunst. Wir arbeiten mit dem Förderverein für das Alte Vaterhaus zusammen. Die Ausstellung führt aber auch drei Ratzeburger Kirchgemeinden – die katholische St. Answer-Kirchengemeinde, die evangelische St. Petri-Kirchengemeinde und die Domkirchgemeinde – als Ausstellungsräume zusammen. Und nicht zuletzt denken wir im 20. Jahr der Deutschen Einheit natürlich an einen Brückenschlag nach Güstrow, der anderen, größeren Barlachstadt. Schließlich gibt uns die Ausstellung ein Thema vor, das öffnen will: Über die Grenzen der Existenz. (Domprobst Gert-Axel Reuß im Domboten vom Juli 2010)